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22/07/2026

Aktualisierung CSSF FAQ zu Crypto-Assets

Am 4. Februar 2026 hat die Luxemburger Finanzaufsichtsbehörde (Commission de Surveillance du Secteur FinancierCSSF“) ihre FAQ zu Crypto-Assets im Rahmen von Organismen für gemeinsame Anlagen aktualisiert. Die bisherige FAQ zu „Virtual Assets“ wurde dabei sowohl sprachlich als auch inhaltlich an den europäischen Rechtsrahmen der Markets in Crypto-Assets Regulation („MiCAR“) angepasst. Hervorzuheben ist hierbei die Klarstellung, dass Organismen für gemeinsame Anlagen in Wertpapiere („OGAW“) künftig in begrenztem Umfang eine indirekte Exponierung gegenüber Crypto-Assets eingehen dürfen.

Diese Öffnung bleibt jedoch eng begrenzt. OGAW dürfen nach der aktualisierten FAQ weiterhin keine Crypto-Assets unmittelbar halten. Zulässig ist vielmehr nur eine indirekte Exponierung von bis zu 10 % des Nettoinventarwerts. Diese Exponierung muss über für OGAW zulässige Finanzinstrumente erfolgen, etwa über börsengehandelte Produkte oder vergleichbare Instrumente, die die Preisentwicklung von Crypto-Assets abbilden. Die CSSF knüpft die Zulässigkeit damit nicht an das Crypto-Asset selbst, sondern an die rechtliche und aufsichtsrechtliche Qualifikation des Instruments, über das die Exponierung hergestellt wird.

Der Hauptgrund für diese eher vorsichtige Linie liegt dabei wahrscheinlich im Schutzstandard des OGAW-Regimes, welche typischerweise für Privatanleger zugänglich sind und daher strengeren Anforderungen an Risikostreuung, Liquidität, Bewertung, Verwahrung und Anlegerschutz unterliegen. Direkte Investments in Crypto-Assets werfen in diesem Rahmen erhebliche Fragen auf, insbesondere in Bezug auf die hohe Volatilität, mögliche Liquiditätsrisiken, technologische Risiken, Cyberrisiken sowie operationelle Risiken im Zusammenhang mit Wallets, Private Keys und Blockchain-basierter Abwicklung. Besonders sensibel bleibt dabei die Verwahrungsfrage, sprich wer würde bei direkt gehaltenen Crypto-Assets technisch sichern, welche Haftungsstandards würden dabei gelten, etc.

Die Aktualisierung der FAQ kann als wichtiger Schritt für den luxemburgischen Fondsmarkt angesehen werden da es eine vorsichtige regulatorische Öffnung gegenüber Crypto-Assets, ohne die Grundprinzipien des OGAW-Regimes aufzugeben, darstellt.

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